Du fragst dich gerade, ob du ein Komma vor „um“ brauchst oder nicht? Kein Problem — das erfährst du hier!
Inhaltsübersicht
Kommt ein Komma vor „um“?
Normalerweise brauchst du ein Komma vor „um“. Das liegt daran, dass damit meistens ein Nebensatz eingeleitet wird.
Es gibt aber zwei Ausnahmefälle, bei denen du kein Komma vor „um“ setzt. Und zwar dann, wenn „um“ als Präposition oder Adverb verwendet wird.
| Normalfall | Ausnahmefälle |
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Komma vor „um“: Nebensatz |
Kein Komma vor „um“: Adverb Präposition |
Wann kommt vor „um“ ein Komma?
Du setzt immer ein Komma vor „um“, wenn es ein unterordnendes Bindewort ist. Dann verbindet „um“ nämlich einen Haupt- und einen Nebensatz — und die beiden musst du durch ein Komma trennen.
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➡️ Beispiele: Wir gehen raus, um zu spazieren. Maria ist im Park, um zu entspannen. |
In einem Nebensatz mit „um“ gibt es immer eine Besonderheit: Dort steht eine Infinitivgruppe. Das ist eine Wortgruppe, in der das Wort „zu“ und die Grundform des Verbs steckt („zu spazieren“).
Wenn du also ein „um“ in Kombination mit einer Infinitivgruppe siehst, brauchst du immer ein Komma!
Wichtig: Die beiden Wörter „um“ und „zu“ müssen nicht direkt aufeinanderfolgen. Das Komma brauchst du aber immer vor „um“.
➡️ Beispiel:
Wir gehen ins Kino, um einen Film zu schauen.
Manchmal kommt es vor, dass der Nebensatz vor dem Hauptsatz steht. Dann beginnt der Satz mit „um“ — und da kannst du kein Komma davorsetzen. Trotzdem müssen Haupt- und Nebensatz getrennt werden. Deswegen brauchst du das Komma nach dem Nebensatz.
➡️ Beispiele:
Um schneller zu sein, fährt er mit dem Rad in die Schule.
Um nicht dreckig zu werden, zieht er eine Schürze an.
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Wann kommt vor „um“ kein Komma?
Kein Komma vor „um“ brauchst du in zwei Ausnahmefällen:
- „um“ als Adverb
- „um“ als Präposition
„um“ als Adverb
Du brauchst kein Komma, wenn „um“ ein Adverb ist. Adverbien sind Umstandswörter, mit denen ein anderes Wort genauer beschrieben wird — beispielsweise ein Verb (sparen) oder ein Adjektiv (lang).
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➡️ Beispiele: Für den Urlaub habe ich um die 500 Euro gespart. Der Film ist um die 2 Stunden lang. |
Übrigens: Das Adverb „um“ bedeutet so viel wie „etwa“ oder „ungefähr“. Du erkennst es also daran, dass du es durch diese Wörter ersetzen kannst.
➡️ Beispiel:
Für den Urlaub habe ich um die ungefähr 500 Euro gespart.
„um“ als Präposition
Außerdem setzt du kein Komma vor „um“, wenn es sich dabei um eine Präposition handelt. Präpositionen zeigen, wie Dinge zueinander stehen. Deshalb heißen sie auch Verhältniswörter. Du kannst „um“ als zeitliche oder örtliche Präposition benutzen.
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➡️ Beispiele: Wir sehen uns um 10 Uhr. (zeitlich) Ich gehe um das Haus. (örtlich) |
Im zweiten Beispielsatz zeigt „um“, wie du dich in Bezug auf das Haus bewegst — nämlich drumherum. Das „um“ beschreibt also das Verhältnis zwischen dir und dem Haus.
Komma vor „sondern“
Wann ein Komma vor „um“ kommt, weißt du jetzt. Aber wie sieht es eigentlich bei der Konjunktion „sondern“ aus? Das erfährst du hier!
Komma vor „um“ — häufigste Fragen
(ausklappen)
Komma vor „um“ — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Warum steht vor einer Infinitivgruppe oft ein Komma?Vor einer Infinitivgruppe steht oft ein Komma, weil die Infinitivgruppe als zusätzlicher Satzteil zum Hauptsatz gehört und deshalb klar abgetrennt wird. So sieht man schneller, wo der Hauptsatz endet und der Zusatz beginnt, zum Beispiel: „Ich gehe in den Wald, um zu spazieren.“
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Muss man das Komma auch setzen, wenn „um“ und „zu“ im Satz nicht direkt nebeneinander stehen?Ja, das Komma setzt man auch dann vor „um“, wenn „zu“ erst später im Satz steht. Entscheidend ist, dass der ganze Teil als zusammengehörige „um … zu …“-Infinitivgruppe gemeint ist, zum Beispiel: „Wir gehen ins Kino, um einen Film zu schauen.“
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Steht vor „um 10 Uhr“ oder „um zehn“ ein Komma?Vor „um 10 Uhr“ oder „um zehn“ steht normalerweise kein Komma. „um“ gehört hier einfach zur Zeitangabe und leitet keinen Nebensatz ein. Ein Beispiel ist: „Wir sehen uns um 10 Uhr.“
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Setzt man ein Komma bei „um die 2 Stunden“ oder „um die 500 Euro“?Bei „um die 2 Stunden“ oder „um die 500 Euro“ setzt man kein Komma. „um“ bedeutet hier „ungefähr“ und gehört direkt zur Mengenangabe, nicht zu einem Nebensatz. Ein Beispiel ist: „Der Film dauert um die 2 Stunden.“
Zeichensetzung verstehen
Das Komma vor „um“ ist ein typischer Fall aus der Zeichensetzung. Wer sich mit Zeichensetzung beschäftigt, schaut darauf, wie Sätze gebaut sind und wo Satzteile getrennt werden. So erkennst du leichter, was zusammengehört und was eine klare Grenze im Satz braucht. Weitere Videos dazu findest du in unserem Deutschbereich.