Grammatik
Satzglieder
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Was ist eine adverbiale Bestimmung? Sie beschreibt, wo, wann oder warum etwas passiert. Welche verschiedenen Adverbiale es gibt, erfährst du hier und im Video .

Was sind adverbiale Bestimmungen?

Adverbiale Bestimmungen nennst du auch Adverbiale oder Umstandsbestimmungen. Damit sind Satzglieder  gemeint, die ein Ereignis oder einen Umstand näher beschreiben, also zum Beispiel wieso oder auf welche Weise etwas passiert. So erfüllen Adverbiale verschiedene Funktionen im Satz:

Adverbiale Bestimmung
der Zeit
 
Prädikat Subjekt Adverbiale Bestimmung
der Art und Weise 
Adverbiale Bestimmung
des Ortes
Adverbiale Bestimmung
des Grundes
Heute  fahren  wir mit dem Zug in den Zoo, weil ich Geburtstag habe.

Merke: Du solltest ein Adverbial allerdings nicht mit einem Adverb  verwechseln. Denn dabei handelt es sich um eine Wortart, die ein Verb näher beschreibt. Die Adverbialbestimmung hingegen ist ein Satzteil – vielleicht sogar ein ganzer Nebensatz (Adverbialsatz) – und kann auch mehrere Wortarten umfassen. 

Adverbiale Bestimmungen erkennen

Indem du einen Satz mithilfe verschiedener Fragewörter untersuchst, kannst du herausfinden, welche adverbiale Bestimmungen er enthält und welche Funktionen diese Adverbiale erfüllen. Dazu stellst du dem Satz verschiedene Fragen, zum Beispiel wo, wie oft, auf welche Weise oder weshalb etwas passiert.

Wichtige adverbiale Bestimmungen, Lokaladverbial, Temporaladverbial, Modaladverbial, Kausaladverbial
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Wichtige adverbiale Bestimmungen

Die Antworten auf diese Fragen helfen dir, die einzelnen Adverbialbestimmungen und ihren jeweiligen Nutzen zu bestimmen.

Adverbiale Bestimmung des Ortes

Die adverbiale Bestimmung des Ortes nennst du auch lokales Adverbial. Es beschreibt den Ort oder die Richtung eines Ereignisses. Du fragst danach mit diesen Fragewörtern: Wo? Woher? Wohin?

Beispiele:

  • Ich stehe auf dem Empire State Building. → Wo stehe ich? Auf dem Empire State Building.
  • Maries Familie kommt aus Norwegen. → Woher kommt Maries Familie? Aus Norwegen.
  • Mama und ich gehen heute Abend ins Theater. → Wohin gehen wir? Ins Theater.

Adverbiale Bestimmung der Zeit

Die adverbiale Bestimmung der Zeit bezeichnest du auch als temporales Adverbial. Es bestimmt den Zeitpunkt eines Ereignisses. Nach ihm fragst du mit: (Seit) wann? Wie oft? Wie lange?

Beispiele:

  • Mona und ich kennen uns seit der 3. Klasse. → Seit wann kennen wir uns? Seit der 3. Klasse.
  • Tim geht ein Mal pro Woche zu seinem Opa. → Wie oft geht Tim zu seinem Opa? Ein Mal pro Woche.
  • Oscar wartet seit einer Stunde auf den Bus. → Wie lange wartet Oscar schon? Seit einer Stunde.

Adverbiale Bestimmung der Art und Weise 

Die adverbiale Bestimmung der Art und Weise kannst du auch modales Adverbial nennen. Es beschreibt, wie oder unter welchen Umständen ein Ereignis von Statten geht. Du fragst danach mit: Wie? Auf welche Weise? Womit?

Beispiele:

  • Ich liege auf dem Bauch am Strand. → Wie liege ich am Strand? Auf dem Bauch.
  • Wir gingen Händchen haltend. → Auf welche Weise gingen wir? Händchen haltend.
  • Lina malt ihr Bild mit Aquarellfarben. → Womit malt Lina ihr Bild? Mit Aquarellfarben

Adverbiale Bestimmung des Grundes

Die adverbiale Bestimmung des Grundes bezeichnest du auch als kausales Adverbial. Damit kannst du beschreiben, welche Ursachen oder Auslöser ein bestimmtes Ereignis hat. Du fragst nach ihm mit diesen Fragewörtern: Warum? Weshalb?

Beispiele:

  • Ben hat den Zug verpasst, weil er verschlafen hat. → Warum hat Ben den Zug verpasst? Weil er verschlafen hat.
  • Ich bin müde, ich gehe ins Bett. → Weshalb gehe ich ins Bett? Weil ich müde bin.

Weitere adverbiale Bestimmungen

Neben den vier Haupttypen der adverbialen Bestimmung (Ort, Zeit, Art und Weise, Grund) gibt es noch vier weitere Adverbiale: die adverbialen Bestimmungen des Zwecks, der Bedingung, der Einräumung und der Folge.

Weitere adverbiale Bestimmungen, Finaladverbial, Konditionaladverbial, Konzessivadverbial, Konsekutivadverbial
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Weitere adverbiale Bestimmungen

Sie kommen aber deutlich seltener vor als die Haupttypen. 

Des Zwecks 

Mit der adverbialen Bestimmung des Zwecks drückst du aus, zu welchem Ziel ein Ereignis stattfindet. Das heißt zum Beispiel, welchen Nutzen eine Handlung erfüllt. Du nennst diese Adverbialbestimmung auch finales Adverbial und fragst danach mit: Wozu?

Beispiel:

  • Tante Erna mistet ihren Schrank aus, um alte Kleidung zu spenden.
     Wozu mistet Tante Erna ihren Schrank aus? Um alte Kleidung zu spenden

Der Bedingung

Die adverbiale Bestimmung der Bedingung kennst du vielleicht auch als konditionales Adverbial. Damit drückst du aus, unter welchen Bedingungen etwas passiert. Du fragst danach also mit: Unter welcher/n Bedingung/en?

Beispiel:

  • Nur bei schlechtem Wetter ziehe ich meine Regenjacke an.
    Unter welcher Bedingung ziehe ich meine Regenjacke an? Bei schlechtem Wetter.

Der Einräumung

Die adverbiale Bestimmung der Einräumung nennst du auch konzessives Adverbial. Es beschreibt, welches Ereignis passiert, obwohl es scheinbar durch ein Hindernis erschwert wird. Du fragst danach mit: Trotz welchen Umstands?

Beispiel:

  • Obwohl es regnet, genießen wir unseren Urlaub am Meer.
    Trotz welchen Umstands genießen wir unseren Urlaub? Obwohl es regnet

Der Folge 

Mit der adverbialen Bestimmung der Folge ist ein konsekutives Adverbial gemeint. Mit dieser Adverbialbestimmung gibst du an, welche Folge oder welches Ergebnis ein Ereignis nach sich zieht. Die Frage dazu lautet: Mit welcher Folge?

Beispiel:

  • Bei der Jagd nach Jerry hat sich Tom so sehr den Kopf gestoßen, dass er Sterne vor den Augen sieht.
    Mit welcher Folge hat Jerry sich den Kopf gestoßen? Dass er Sterne vor den Augen sieht

Adverbialsätze 

Nebensätze, die als Adverbial in einem Satz funktionieren, nennst du auch Adverbialsätze. Alles, was du darüber wissen musst, erfährst du hier .

Zum Video: Adverbialsätze
Zum Video: Adverbialsätze

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