In diesem Beitrag erfährst du, was ein Adverb ist, wie du es erkennst und welche vier Arten es gibt.
Inhaltsübersicht
Was ist ein Adverb?
Ein Adverb ist ein Wort, das genauer beschreibt, unter welchen Umständen etwas passiert. Deshalb nennst du es auch Umstandswort. Adverbien beantworten also die Fragen
- Wann?
- Wo?
- Warum?
- und Wie?
Wichtig: Du schreibst Adverbien immer klein — es sei denn, sie stehen am Satzanfang. Außerdem veränderst du ihre Form nie!
Welche Arten von Adverbien gibt es?
Adverbien lassen sich in vier Hauptarten einteilen. Jede Art beantwortet andere Fragen:
| Art | Leitfragen | Adverbien |
| 1. Temporaladverbien (Zeit) | Wann? Wie lange? Wie oft? | heute, morgen, gestern, bald, nie, danach, … |
| 2. Lokaladverbien (Ort) | Wo? Wohin? Woher? | dort, dahin, nirgendwo, überall, draußen, … |
| 3. Kausaladverbien (Grund) | Warum? Wieso? Weshalb? | deshalb, darum, somit, trotzdem, … |
| 4. Modaladverbien (Art und Weise) | Wie? Wie sehr? Wie viel? | genug, fast, beinahe, viel, genauso, … |
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Was sind Temporaladverbien?
Temporaladverbien geben an, wann etwas passiert, wie lange es dauert oder wie oft es vorkommt. Sie beantworten also die Fragen:
- Wann?
- Wie lange?
- und Wie oft?
|
➡️Beispiel Wir haben heute einen Mathe-Test. → Wann haben wir Mathe-Test? |
Tipp: Adverbien sind flexibel. Du kannst sie deswegen sowohl am Satzanfang als auch im Satzinneren verwenden.
➡️Beispiel: Heute haben wir einen Mathe-Test.
Was sind Lokaladverbien?
Lokaladverbien geben an, an welchem Ort etwas passiert oder in welche Richtung etwas geht. Sie beantworten die Fragen:
- Wo?
- Wohin?
- und Woher?
|
➡️Beispiel Mein Rucksack liegt hier. → Wo liegt mein Rucksack? |
Was sind Kausaladverbien?
Kausaladverbien zeigen, aus welchem Grund etwas passiert oder wozu etwas dient. Sie beantworten die Fragen:
- Warum?
- Wieso?
- Weshalb?
- und Wozu?
|
➡️Beispiel Es regnet. Deshalb bleiben wir heute drinnen. → Warum bleiben wir drinnen? |
🔍 Du siehst: Kausaladverbien stehen oft am Anfang des zweiten Satzes und verbinden so zwei Gedanken miteinander.
Was sind Modaladverbien?
Modaladverbien zeigen entweder, auf welche Art und Weise etwas passiert, oder wie stark etwas ist. Sie beantworten die Fragen:
- Wie?
- Wie sehr?
- und Wie viel?
|
➡️Beispiel Meine Schwester liest gern. → Wie liest meine Schwester? |
Steigerung von Adverbien — Vorsicht!
Die meisten Temporal-, Lokal-, Kausal- und Modaladverbien, die du gerade kennengelernt hast, kannst du nicht steigern. Denn sie beschreiben oft keinen Grad von etwas.
➡️Beispiel
Ich sitze in der Schule hinterer. → geht nicht ✗
Er fliegt am heutigsten in den Urlaubich am vornesten. → geht nicht ✗
Wenn du diese Adverbien trotzdem für Vergleiche verwenden möchtest, bildest du den Komparativ mit mehr oder weiter und den Superlativ mit am meisten oder am weitesten.
➡️Beispiel
✓ Ich sitze weiter hinten.
✓ Und ich sitze am weitesten vorne.
Ausnahme: Diese Adverbien kannst du steigern!
Es gibt eine Ausnahme bei der Steigerung von Adverbien. Und zwar dann, wenn du Adjektive als Adverb (Adjektivadverbien) benutzt. Mit ihnen beschreibst du oft ein Verb (Tunwort) im Satz näher.
➡️Beispiel: Er rennt schnell.
Weil schnell aber von einem Adjektiv abstammt, kannst du es normal wie ein Adjektiv mit den drei Steigerungsstufen steigern: Positiv, Komparativ und Superlativ.
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
| schnell | schneller | am schnellsten |
| lecker | leckerer | am leckersten |
| deutlich | deutlicher | am deutlichsten |
➡️Beispiel: Er rennt am schnellsten.
Unregelmäßige Steigerungen
Aber Achtung: Es gibt einige Adverbien, bei denen diese regelmäßigen Endungen nicht funktionieren. Sie haben also eine eigene Form, die du am besten auswendig lernst:
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
| oft | öfter/häufiger | am öftesten/häufigsten |
| wohl | wohler/besser | am wohlsten/besten |
| gern | lieber | am liebsten |
| viel | mehr | am meisten |
| bald | eher | am ehesten |
Wie unterscheidest du Adverb und Adjektiv?
Verwechselst du Adverbien und Adjektive oft? Sie beschreiben zwar beide etwas aber unterscheiden sich darin, was sie beschreiben.
- Ein Adjektiv beschreibt eine Eigenschaft eines Nomens. Es steht oft direkt vor ihm und passt seine Form an.
➡️Beispiel: ein schnelles Fahrrad, ein schneller Hund
- Wenn sich ein Adverb auf ein Nomen bezieht, beschreibt es nicht die Eigenschaft des Nomens, sondern grenzt die Aussage nur genauer ein — zum Beispiel hinsichtlich Grad, Menge oder Wahrscheinlichkeit.
➡️Beispiel: Das ist fast ein Wunder.
Wenn du dir noch unsicher bist, wann es sich um ein Adjektiv oder Adverb handelt, kannst du die Stellprobe machen. Schauen wir uns das an dem Beispielsatz „Das ist fast ein Wunder“ an.
Stellprobe: Kann das Wort direkt vor einem Nomen stehen und sich an dieses Nomen anpassen (eine Endung erhalten)? Dann ist es ein Adjektiv!
➡️Beispiel: Das ist ein fastes Wunder. ✗
✓ Fast ist also ein Adverb, weil es beschreibt, welchen Grad das Wunder hat — es ist nur fast ein Wunder.
Unterschied Adjektiv Adverb
Du bist dir bei der Unterscheidung zwischen Adjektiven und Adverbien noch unsicher? Dann schau dir am besten unseren Beitrag zur Unterscheidung von Adjektiven und Adverbien an!