Grammatik
Kommasetzung
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Komma vor aber – einfach erklärt

Die Frage „Kommt vor aber ein Komma?“ ist schnell beantwortet. In der Regel kommt vor die Konjunktion (Bindewort) aber ein Komma. Das ist so, weil aber meistens zwei Sätze oder Satzteile miteinander verbindet, die einander entgegengesetzt werden. Du kannst mit aber einen vollständigen Satz, eine Wortgruppe oder sogar nur ein Wort an einen anderen Satz anhängen. Schau dir dazu diese Beispiele an:

  • Ein Leopard ist schnell  aber eine Schnecke ist langsam. (Satz)
  • Ich bin zwar durstig  aber überhaupt nicht hungrig. (Wortgruppe)
  • Eine Maus ist klein  ,  aber flink. (Wort)
Merke!

Du musst vor aber ein Komma setzen, wenn du ganze Sätze, Wortgruppen oder einzelne Wörter miteinander verbindest.

Komma vor aber – Regeln

Bei aber handelt es sich um eine nebenordnende, entgegensetzende Konjunktion (Bindewort). Nebenordnend heißt, dass sie gleichrangige Sätze oder Satzteile verbindet. Das können zwei Hauptsätze , zwei Nebensätze, Wortgruppen oder einzelne Wörter sein. Entgegensetzend bedeutet, dass sie zwei Sätze, Wortgruppen oder einzelne Wörter einander entgegenstellt.

Vor solche entgegensetzende Konjunktionen (aber, jedoch, dennoch, sondern , …) setzt du normalerweise immer ein Komma. Die Regel siehst du an diesen Sätzen:

  • Ich bin müde  aber ich habe noch viel zu tun.
  • Sie schauten einen interessanten  aber sehr langen Film.
  • Langsam  aber sicher.

Das Komma muss jedoch nicht unmittelbar vor der Konjunktion kommen. Du kannst nämlich die Satzstellung des Satzes ändern, in dem das Wort aber steckt. Das machst du meistens, um etwas Bestimmtes im Satz mit aber zu verstärken. Das wird für dich an folgendem Beispiel deutlich:

  • Sie ist gut in Mathe  er aber ist besser in Deutsch.

Besonderheiten bei aber

Es gibt allerdings ein paar Ausnahmen, in denen du vor aber kein Komma setzen darfst: Das ist der Fall, wenn du aber nicht dazu benutzt, zwei Sätze oder Satzteile zu verbinden. Hier verwendest du die Konjunktion also nicht hauptsächlich, um zwei Sätze oder Wörter einander entgegenzusetzen. Du nutzt sie eher als verstärkendes Wort, um etwas zu betonen. Schau dir dafür die Beispiele an:

  • Das machen wir aber nie so.
  • Du bist aber groß geworden!
  • Aber bitte ohne Jammern.
  • Das schmeckt aber lecker!
  • Meine Mutter aber fand das nicht so toll.

Komma vor aber – Zusammenfassung

Diese kurze Zusammenfassung zeigt dir, wann du vor aber ein Komma setzt:

  • Es kommt vor aber ein Komma, wenn du Sätze, Wortgruppen oder einzelne Wörter miteinander verbindest und sie einander entgegensetzt.
    Ich möchte ein Eis  aber ich kriege keins.
  •  Du brauchst auch vor aber ein Komma — aber nicht direkt davor — bei umgestellten Sätzen, um den Satz mit aber vom anderen abzutrennen.
    Er hat es mir versprochen  ,  ich habe aber gewusst, dass er es nicht einhält.
  • Kein Komma setzt du vor aber, wenn du es nur als verstärkendes Wort benutzt und nicht als Bindewort, um Begriffe direkt entgegenzusetzen.
    Mein Lehrer aber hat nicht gelacht.

Zum einen …, zum anderen …

Jetzt weißt du ganz genau, wann du vor aber ein Komma setzt. Das Bindewort drückt einen Gegensatz aus, genauso wie zum einen …, zum anderen. Wenn du dir bei der Kommasetzung von zum einen …, zum anderen noch unsicher bist, dann schau dir einfach unser Video dazu an!

Zum Video: zum einen..., zum anderen...
Zum Video: zum einen…, zum anderen…

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