Grammatik
Satzarten
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Welche Satzarten gibt es und wie kannst du sie bestimmen? Diese Fragen beantworten wir dir hier%oder direkt im Video und erklären dir ganz genau, woran du verschiedene Satzarten erkennst.

Was sind Satzarten?

Im Deutschen kannst du fünf Satzarten oder Satztypen voneinander unterscheiden. Das sind:

  • der Aussagesatz,
  • der Aufforderungssatz
  • der Fragesatz
  • der Ausrufesatz 
  • und der Wunschsatz

Welche Satzart du benutzt, hängt immer davon ab, welche Absicht du verfolgst. Möchtest du dein Gegenüber zum Beispiel zu etwas auffordern, benutzt du einen Aufforderungssatz. Möchtest du etwas von ihm wissen, formulierst du einen Fragesatz.

Beim Schreiben lassen sich die Satzarten anhand ihrer Satzzeichen unterscheiden, denn je nach Art des Satzes steht am Ende entweder ein Punkt, ein Ausrufe- oder ein Fragezeichen. Beim Sprechen ist hingegen die Intonation, also die Betonung, entscheidend. So geht die Stimme bei einer Frage etwa zum Ende hin nach oben und bei einem Aussagesatz nach unten. 

Aussagesatz (Deklarativsatz)

Aussagesätze nennst du auch Deklarativsätze. Deklare kommt aus dem Lateinischen und bedeutet erklären. Mit einem Aussagesatz kannst du also etwas erklären, etwas behaupten oder einfach etwas feststellen. Das konjugierte Verb steht dabei in der Regel als zweites Satzglied  im Satz.

Aussagesatz – Beispiel: Das Wetter ist ganz schön gut heute. Deswegen gehen wir gleich zum See und essen ein Eis. Ich esse am liebsten Meloneneis. 

Am Ende eines Aussagesatzes steht ein Punkt. Beim Sprechen fällt die Stimme zum Ende des Satzes hin ab (↘).

Aufforderungssatz bzw. Befehlssatz (Imperativsatz)

Befehls- bzw. Aufforderungssätze kennst du vielleicht auch als Imperativsätze. Das liegt daran, dass du einen Aufforderungssatz mithilfe des Imperativs  (Befehlsform) bildest. Damit kannst du jemanden zu einer Handlung bewegen. Genauso gut kannst du ihn aber auch auffordern, etwas sein zu lassen.

Aufforderungssatz – Beispiel: Lass das Herumblödeln sein und hilf mir mit dem Abwasch! 

Am Ende eines Imperativsatzes steht meist ein Ausrufezeichen. Die Betonung beim Sprechen ist abfallend (↘).

Du kannst einen Aufforderungssatz aber auch in Form eines einfachen Aussagesatzes ausdrücken und dabei auf den Imperativ verzichten: Du hilfst jetzt sofort mit dem Abwasch! Dann benutzt du aber immer statt einem Punkt ein Ausrufezeichen und machst so den Befehlston deutlich. 

Fragesatz (Interrogativsatz)

Bei Fragesätzen oder Interrogativsätzen unterscheidest du zwischen einer Entscheidungsfrage und einer Ergänzungsfrage.

  • Entscheidungsfragen nennst du auch Ja-oder-Nein-Fragen, weil du darauf bloß mit Ja oder Nein antworten kannst. Dabei steht das Verb am Anfang der Frage: Hast du Hunger?
  • Ergänzungsfragen beginnen hingegen mit einem Fragewort und erfordern meist eine längere Antwort als nur Ja oder Nein: Wo hast du deine Schuhe gekauft?

Eine Frage endet immer mit einem Fragezeichen. Beim Sprechen steigt die Intonation zum Ende der Frage hin an (↗). 

Ausrufesatz (Exklamativsatz)

Mithilfe eines Ausrufe- bzw. Exklamativsatzes kannst du starke Gefühle, wie Freude, Ärger, Bewunderung oder Aufregung ausdrücken.

Ausrufesatz Beispiel: Welch ein Wunder, wir haben es geschafft! 

Auf den ersten Blick unterscheiden sich solche Ausrufesätze kaum von einfachen Aussagesätzen. Nur das Ausrufezeichen am Ende ist ein Hinweis darauf, dass hier besonders gefühlsbetont gesprochen wird. Auch die Betonung ist auffällig, sie kann mal steigend, mal fallend sein, je nachdem, welches Gefühl du gerade ausdrückst: Wir haben’s geschafft! (↗) vs. Mist, ich habe verloren! (↘)

Wunschsatz (Desiderativsatz)

Wie der Name schon sagt, drückst du mit einem Wunsch- oder Desiderativsatz eine Hoffnung oder einen Wunsch aus. Das tust du, ohne dich dabei direkt an ein Gegenüber zu wenden, sondern rufst deinen Wunsch sozusagen ins Blaue hinein. Du unterscheidest einen Desiderativsatz von einfachen Aussage- und Ausrufesätzen, indem du den Konjunktiv II verwendest.

Wunschsatz Beispiel: Könnten wir doch länger hier im Urlaub bleiben! Wenn ich doch nur nicht wieder zurück zur Schule müsste!

Ob am Ende eines Wunschsatzes ein Ausrufezeichen oder ein Punkt steht, hängt von der Dringlichkeit deiner Hoffnung ab. Ist sie mit einem heftigen Gefühl verbunden, nimmst du eher ein Ausrufezeichen. Äußerst du deinen Wunsch mit etwas mehr Ruhe, reicht auch ein Punkt aus: Ich wünschte, es wäre anders. Die Betonung beim Sprechen ist bei beidem abfallend (↘).

Satzarten bestimmen – Übersicht

Satzart Verwendung Merkmale Beispiel
Aussagesatz etwas aussagen, feststellen, oder erklären Punkt (.), abfallende Betonung (↘), Verb an 2. Stelle im Satz Ich hatte heute Rührei zum Frühstück.
Aufforderungs- / Befehlssatz jemanden auffordern etwas zu tun oder zu lassen Ausrufezeichen (!), abfallende Betonung (↘), Imperativ Gib mir mein Buch zurück!
Fragesatz etwas fragen Fragezeichen (?), steigende Betonung (↗), mit oder ohne Fragewort Wo hab ich denn meinen Schlüssel gelassen?
Ausrufesatz etwas (starke Gefühle) ausrufen Ausrufezeichen (!), Betonung fallend (↘) oder steigend (↗), abhängig von dem Gefühl, das ausgedrückt wird Bin ich froh, dass wir den Zug noch erwischt haben!
Wunschsatz einen Wunsch/eine Hoffnung aussprechen Ausrufezeichen (!) oder Punkt (.), abhängig von der Dringlichkeit, abfallende Betonung (↘), Konjunktiv II Ich wünschte, ich wäre ein Vogel.

Hauptsatz und Nebensatz

Beim Bilden und Verstehen eines Satzes kommt es aber nicht nur auf die Satzart an. Du solltest auch wissen, wie du Haupt- und Nebensätze voneinander unterscheidest. Alles Wichtige dazu erfährst du hier .%Thumbnail Verweis Hauptsatz/Nebensatz

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